28.02.2010
Ich hatte mich einen Tag vorher mit ihm verarbredet. Ich hatte es nicht länger ausgehalten mich nicht zu melden...die Sehnsucht hatte mich wortwörtlich zerissen...ich konnte weder schlafen noch an etwas anderes als an ihn denken...also vereinbarte ich ein Treffen mit ihm.
Wir trafen uns in Uznach am Bahnhof. Es war Viertel nach 2. Er schlug vor uns irgendwo hin zu setzen. Ich willigte ein. Ich ahnte nichts Gutes. Seine Haltung war abweisend...sein Blick gleichgültig...so kam es jedenfalls rüber.
Jedenfalls redeten wir wieder über die Versetzung...weswegen er es getan hat...wie ich bereits erwartet hatte...war dieses Ereignis nichts Schlimmes für ihn...er hatte wirklich geglaubt wir wären nicht verabredet...für mich dagegen war das sonnenklar...ich hätte es doch denken müssen...ich hätte daran denken müssen das eben nicht alle so denken wie ich: romantisch... und meine Scheissromantik hatte doch alles versaut.
Jedenfalls redeten wir wieder über die Versetzung...weswegen er es getan hat...wie ich bereits erwartet hatte...war dieses Ereignis nichts Schlimmes für ihn...er hatte wirklich geglaubt wir wären nicht verabredet...für mich dagegen war das sonnenklar...ich hätte es doch denken müssen...ich hätte daran denken müssen das eben nicht alle so denken wie ich: romantisch... und meine Scheissromantik hatte doch alles versaut.
Ich fragte ihn, ob er mich denn überhaupt noch liebe. Seine Antwort war hart: Ich weiss es nicht. Diese Antwort war das Verletzendste das ich je gehört habe in meinem gesamten Leben. Ich fragte ihn, ob er denke, dass ich ihn noch liebe. Er antwortete mit ja..er glaube es. Ich fragte ihn darauf, wann er denn wissen würde, ob er mich liebe oder nicht. Seine Antwort: Ich weiss es nicht. Ich: Und was soll ich deiner Meinung nach tun in dieser Zeit? Während duh überlegst ob duh mich liebst oder nicht? Keine Antwort.
Irgendwie war mir klar, dass sich alles verändert hatte...dass ich einfach nicht das war, was er erwartet hatte....gehofft hatte...sich ersehnt hatte...ich war eine Enttäuschung. Langweilig. Nichts Besonderes. 0815 wie alle anderen... .
Diese Erkenntnis tat so unglaublich weh. Ich fing an zu weinen. Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurück halten. Dabei hatte ich mir ausdrücklich vorgenommen nicht zu weinen... .
Ich musste an all unsere schönen Momente denken in diesem Augenblick...an unsere Spaziergänge, Kinobesuche, Umarmungen, Küsse...einfach alles...und ich dachte an die Dinge, die ich geplant hatte...das Frühlingsfest...das Pedalo fahren im Sommer...sein Geschenk, dass ich für ihn bestellt hatte zum Geburtstag hatte ich ihm noch nicht gegeben...es lag in der Schule in meinem Kästchen...die Rechnung auf meinem Pult...
und jetzt?? Ich konnte alle meine Wünsche nd Vorstellungen begraben...die Chance mit ihm zusammen zu sein kam nie wieder...das war mir klar...und das erste Mal verstand ich diejenigen, die ihrem Ex nachtrauerten oder ihm nachliefen...ich würde das am liebsten genau so tuun...nachlaufen...anrufen...schreiben...doch ich hab schon genug von anderen gehört dass das die ganze Sache nur verschlimmerte und nichts brachte.
Der Abschied kam mir wie in einem Traum vor. Einen Film ohne Happy End:
Ich gab ihm die Kette zurück, die er mir geschenkt hatte, ich weinte, er seufzte, ich sagte, er solle gehen...er küsste mich auf den Kopf und...er ging...ich setzte mich an die Strasse und weinte weiter...nd natürlich fing es dann an zu nieseln. Der Abschied war so schwer. Er war so erschreckend natürlich...ich wusste, ich würde ihn nie mehr küssen am Morgen...nie mehr umarmen...nie mehr berühren...nichts mehr mit ihm zu tun haben... Es tat so weh. Ich fühlte mich allein. Alles war mir scheissegal...ich dachte sogar auf s Gleis zu springen!! Jetzt ernsthaft!! Doch das kam mir dann doch zu unsinnig vor...
Ich rief eine Freundin an, diese sagte, ich solle nach Rapperswil kommen...ich tat es. während der Zugfahrt heulte ich nur vor mich hin...alle schauten mich an...doch das war mir scheissegal. ich schrieb allen, denen ich nahe war eine SMS...ich brauchte Trost...Unterstützung...und die bekam ich auch...es schrieben sehr viele... viele riefen mich an...doch ich mochte schon bald keine SMS mehr lesen...keinen Anruf entgegen zu nehmen...ich wollte einfach nur meine Ruhe.
In Rapperswil kam dann heraus, dass die Kollegin leider schon heim musste...ich ging an den See und setzte mich auf die Bank, auf der mein EX (es tut so weh) nd ich mal gesessen haben...volller LIebe und Freude...ich wusste selbst dass sich was geändert hatte. Ich schaute in die Wellen...die Sonnenstrahlen spiegelten sich im Wasser. Ich beobachtete Enten, die gefüttert wurden...und ich sah so viele Pärchen...ich hielt es nicht aus, ich ging zum Schloss.
Dort setzte ich mich an die Stelle, an der wir uns einmal nach einem Kinobesuch geküsst hatten. Es war so schön gewesen...so romantisch...soo idyllisch...soo...perfekt.... . Dort setzte ich mich dann hin, liess meine Beine baumeln, und stopfte mir Ohrstöpsel in die Ohren. Ich blieb dort 2 h sitzen. Beobachtete die wunderschöne Aussicht...ignorierte die Blicke, die mir Leute zuwarfen...und dann kam unser Lied auf der Playlist: I will always love you von Whitney Houston... und wieder kullerten mir die Tränen hinunter. Ich beschloss ihm zum Abschied eine SMS zu schreiben...ich zitierte einen Teil von unserem Lied...und fügte noch weiteres hinzu...ich weiss gar nicht mehr...sicher etwas Schwachsinniges... keine Ahnung. Danach fühlte ich mich besser. Ich weinte nicht mehr. Ich hatte ausgeweint für den Moment...ich sagte mir: Maria, es ist besser einmal geliebt zu haben, als es nie getan zu haben. Ich stand auf und beschloss mich von ihm ganz zu verabschieden. Ich ging zuerst zum Rehgehege...dort hatte ich herausgefunden, dass er 2farbige Augen hatte...dann ging ich zu einem Baum...dort sind wir meiner Mom begegnet...die erste Begegnung zwischen ihr und ihm...dann ging ich zum Durchgang...dem Eingang oder was auch immer...dort hatte er einmal angehalten, damit er mich küssen konnte... . Dann ging ich dieTreppen hinunter zum Brunnen, zum Platz...ich erinnerte mich, dass ich nach einem Starbucksbesuch einfach weggelaufen war...als Scherz...und dass ich mich hinter dem Brunnen versteckt hatte bis er kam..ich hörte ihn durch denn ganzen Platz lachen. Dann ging ich zum Starbucks. Dort bestellte ich das Getränk, dass er sonst immer genommen hatte: Caramelfrapuccino mit Kaffee...ich hasste iah eigentlich das Getränk.
Danach lief ich Wege in der Altstadt ab, die wir gegangen sind...ich ging auch zum Mc, zum Fotokasten...zum Bahnhof...an die Stelle, an der wir uns zum Abschied geküsst hatten wenn er gehen musste... .
Es waren insgesamt 4h, die ich herumgeirrt war. Dann kam der Wechsel. Ich wurde wütend.
Was fiel ihm eigentlich ein, mich einfach zu verlassen.? Was hatte ich getan?? Warum tat er das?? Was sollte das?? ER war es doch zu Beginn, der was von mir wollte...er hatte mein Herz erobert...und jetzt zerbrochen zurückgelassen... . Ich war echt wütend.
Eine andere Freundin kam um 6 an. Ich quatschte aber nur circa 10 min mit ihr..ich wollte zum Bus...heim...und die ganze Sache vergessen... .
Ich hatte mich geiirrt wenn ich gedacht hatte, dass jetzt nur die Wut noch vorherrschen würde...die Traurigkeit überkam mich wieder...ich dachte daran, dass ich nie mehr zu ihm heim konnte... seine Familie nie besser kennen lernen würde..und umegekehrt genauso der Fall...und noch was zerriss mich: zu Hause erwartete mich meine Mom mit ihrem Freund...meine Schwester war gerade auch bei ihrem Freund...bei beiden lief es super... wie toll es doch war Verliebte um sich zu haben... .
Zu Hause angekommen suchte ich alle Dinge zusammen, die mit ihm zu tun hatten: Fotos, die ich aufgehänkt hatte, einen Brief, eine Schachtel von Weihnachten, die Schachtel von der Kette, das teure Lacoste Parfüm... und schmiss alles unter mein Bett. Wegschmeissen brachte ich einfach nicht über mein Herz... .
Ich trat ans Fenster und schaute hinaus. Grauer Himmel. Windig . ...und wieder dachte ich an den Verlust, denn ich gerade erlitten hatte...
es war aus.
für immer.
ich bekam ihn nie wieder.
In den meisten SMS stand, dass er mich gar nicht verdient hatte...dass ich jemanden anderen finden würde...dass es ihnen leid täte...dass ich ihn vergessen sollte...er sei ein arsch...
doch..
das ist doch alles Unsinn irgendwie...
ich kann ihn nicht vergessen... ich liebe ihn noch...
er hat mich nicht verdient...?? hatte ich ihn dann verdient.??
ein arsch.?? weswegen?? ...er fühlt nun mal wie er fühlt...ich kanns nicht ändern...niemand kann das ändern...
...und so endete nach 2 Monaten und 16 Tagen meine Beziehung.
Ich hätte nie gedacht dass ich über ihn hinweg kommen würde...er war damals mein ein und alles...und heute...ist er...nichts...eine schöne Erinnerung der Vergangenheit...weiter nichts...
Es erscheint einem unvorstellbar,dass man in der Zeit des Zusammenseins ALLES für diese Person getan hätte...
Liebeskummer vergeht...doch die Zeit des Leidens ist schmerzhaft und kraftraubend...und...lang.
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